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	<title>Blogartikel &#8211; kathringeef.de</title>
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	<description>Paartherapie und Coaching &#124; Köln &#38; Bornheim</description>
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		<title>Missverständnisse – Warum sie entstehen und wie man sie auflöst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 22:50:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die drei häufigsten Missverständnisse einer Beziehung &#160; Missverständnis 1: Das hättest du dir doch denken können Der Mann kauft seiner Frau Karten für ein Musical, um seine Frau damit zu überraschen. Die Überraschung ist tatsächlich groß, aber nicht so wie er es sich vorgestellt hat, sondern die Frau ist enttäuscht, weil er sich nicht zusätzlich [&#8230;]</p>
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									<h3><span style="color: #000000; font-family: 'Barlow Condensed', sans-serif; font-size: 31px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 0px;">Die drei häufigsten Missverständnisse einer Beziehung</span></h3>
<h5>&nbsp;</h5>
<h5>Missverständnis 1: Das hättest du dir doch denken können</h5>
<p>Der Mann kauft seiner Frau Karten für ein Musical, um seine Frau damit zu überraschen. Die Überraschung ist tatsächlich groß, aber nicht so wie er es sich vorgestellt hat, sondern die Frau ist enttäuscht, weil er sich nicht zusätzlich um den Babysitter bemüht hat.</p>
<p>Sie sagt: &#8222;<em>Das hättest du dir doch denken und deine Mutter gleich fragen können. Jetzt muss ich mich wieder um alles kümmern</em>&#8222;. Die Frau empfindet nun die Organisation des Abends als Belastung und lässt es den Mann auch spüren. Sie ist der Meinung, wenn schon Karten, dann auch Babysitter, sonst habe sie ja nichts davon.</p>
<p>Der Mann ist nun ebenfalls enttäuscht und hat das Gefühl, er könne ohnehin nichts recht machen. Und die Spirale beginnt sich zu drehen. Ein Wort gibt das andere, eigentlich hat keiner mehr Lust in das Musical zu gehen, aber die Karten sind ja da, also geht man missmutig aus dem Haus, aber keiner kann den Abend wirklich genießen.</p>
<p><strong>Wo ist die Lösung?</strong></p>
<p>Es hätte vermutlich gereicht, wenn die Frau ihrem Mann gezeigt hätte, wie sehr sie sich über die Einladung freut. Wenn sie ihm nun auch noch gesagt hätte, dass sie es als wirkliche Entlastung empfindet, wenn er auch noch seine Mutter aktiviert, um auf die Kinder aufzupassen, hätte er das sicherlich gerne getan.</p>
<h5>&nbsp;</h5>
<h5>Missverständnis 2: So gut musst du mich doch kennen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</h5>
<p>In Partnerschaften trauen die Partner sich hellseherische Fähigkeiten zu. Die Frau organisiert eine Party zum runden Geburtstag ihres Mannes, da sie davon ausgeht, dass dieser besondere Tag gefeiert werden muss. Sie hat Freunde und Kollegen eingeladen, Verwandtschaft und Nachbarschaft.</p>
<p>Der Mann ist entsetzt, er hatte sich vorgestellt, mit der Familie wegzufahren und in aller Ruhe diesen Tag zu verbringen. &#8222;<em>So gut musst du mich doch kennen&#8220;</em>&nbsp;sagt er. Die Harmonie ist dahin. Alle wieder ausladen &#8211; schier unmöglich. Der Geburtstag wird gefeiert, letztendlich ist es doch ganz lustig, aber die Frau denkt sich, nie wieder werde ich etwas Ähnliches organisieren.</p>
<p><strong>Wo ist die Lösung?</strong></p>
<p>Natürlich wirst du sagen, so etwas muss doch besprochen werden. Ja klar, aber wenn Paare sehr lange zusammen sind, dann glauben sie zu wissen, was der andere mag oder nicht. Und die Frau hatte sich gedacht, wir haben all die Jahre vorher gefeiert, wie sollte ich darauf kommen, dass er ausgerechnet seinen runden Geburtstag nur mit uns verbringen möchte. Hier ist Kommunikation wichtig, gehe besser nicht davon aus, den anderen so gut zu kennen, dass du über seinen Kopf hinweg bestimmen oder entscheiden kannst.</p>
<h5>&nbsp;</h5>
<h5>Missverständnis 3: Das habe ich dir schon hundertmal gesagt</h5>
<p>Ein Paar kommt zu mir in die Beratung, weil die Frau die Trennung möchte. Auf die Frage nach den Gründen, erklärt sie: &#8222;<em>Mein Mann ist mir gegenüber total gleichgültig. Ich glaube, er liebt mich gar nicht mehr, er schaut sich eine Sportsendung nach der anderen an, mit mir macht er gar nichts mehr. Ich habe es ihm schon hundertmal gesagt, aber es ändert sich einfach nichts</em>&#8222;.</p>
<p>In so einer Situation versucht meist einer mit Vorwürfen etwas zu bewirken. Etwa so: <em>Den ganzen Abend verbringst du vor dem Fernseher, du redest nicht mit mir, wir unternehmen gar nichts mehr gemeinsam.</em> Der so Kritisierte geht nun auf Tauchstation und denkt sich:&#8220; <em>Wenn sie sowieso nur meckert, warum sollte ich dann den Abend mit ihr verbringen&#8220;</em>? Das Paar dreht sich oft jahrelang im Kreis, bis einer aussteigt. Die Reue ist dann groß und manchmal merkt man erst dann, wie wichtig dem anderen die Anliegen sind.</p>
<p><strong>Wo ist die Lösung?</strong></p>
<p>Lerne grundsätzlich, in deiner Beziehung nicht vorwurfsvoll zu kommunizieren. Vorwürfe richten sich&nbsp; immer in die Vergangenheit. Nie machst du … ,immer bist du … und&nbsp; jeder weiß, wie es sich anfühlt, gemaßregelt zu werden. Und jeder weiß auch, dass die scheinbar einzigen Gegenmittel Rechtfertigung und Verteidigung sind. Und das wiederum vermittelt dem anderen den Eindruck, nicht gehört zu werden. Formuliere deine Worte in die Zukunft gerichtet und definiere auf keinen Fall, was du NICHT willst, sondern was du STATTDESSEN willst.</p>
<p>Beispiel:</p>
<blockquote>
<p><em>„Ich liebe dich so sehr, dass ich gerne den Abend mit dir verbringen möchte.“</em></p>
</blockquote>
<p>Hört sich doch ganz anders an als:</p>
<blockquote>
<p>„<em>Nie hast du Zeit für mich. Und wenn du deinen Wunsch so verpackst, dann wird er sicherlich gerne erfüllt.“</em></p>
</blockquote>
<h4>Wenn Worte meine Sprache wären</h4>
<blockquote>
<p><em>Wenn Worte meine Sprache wären</em></p>
<p><em>Ich hätt‘ dir schon gesagt</em></p>
<p><em>In all den schönen Worten</em></p>
<p><em>Wie viel mir an dir lag…</em></p>
</blockquote>
<p>So treffend, wie es Tim Bendzko in seinem Song beschreibt, so können es vielleicht nur die wenigsten beschreiben, wenn ihnen die Worte fehlen. Und selbst, wenn Worte vorhanden sind, kommen sie doch nicht immer bei anderen so an, wie sie eigentlich gemeint waren.</p>
<p>Nicht immer kann bei Paaren nachvollzogen werden, wieso plötzlich eine schlechte Stimmung entsteht, obwohl <strong>eigentlich</strong> ein gut gemeintes Gespräch geführt wurde. Eigentlich.</p>
<p>Wenn etwas gut Gemeintes so verstanden wird, dass sich schlechte Gefühle aufbauen, dann wäre es wichtig, dem nachzugehen. Denn, dass sich schlechte Gefühle melden, hat als Erstes IMMER was mit deinen eigenen Filtern und Bewertungen zu tun. Der andere ist zwar der Auslöser, doch die RE-AKTION darauf liegt IN DIR. Bei wem ist das Gefühl? Richtig. Bei dir.</p>
<p><strong>Worte wecken schlafende innere Geister</strong></p>
<p>Worte, die du hörst, werden in Windeseile durch dein inneres Bewertungssystem geschleust. &nbsp;Binnen Sekunden fällst du <u>unbewusst</u> dein Urteil. Du allein gibst jedem Wort eine Bedeutung und eine Bewertung und manchmal sogar noch eine Interpretation. Aus diesen drei ergibt sich dein oft vernichtendes Urteil (über dich selbst oder deinen Partner)</p>
<p><strong>Missverständnisse beleuchten innere Bilder</strong></p>
<p>Was du hörst, flattert zwischen deinen Ohren, deinem Selbstbild und dem Bild, das du dir von anderen gemacht hast, hin und her. Was du hinter den Worten verstehst, hat weit mehr mit <strong>deinem</strong> Bewertungssystem zu tun als mit dem, wie es tatsächlich vielleicht gemeint war. Du hörst aus Gesprochenem das heraus, was deinem inneren Bild entspricht. Missverständnisse sind die wahrscheinlichsten Resultate von Kommunikation. Diese Missverständnisse sind jedoch gute Indikatoren, um am eigenen inneren Bild, dass du dir von deinem Partner gemacht hast, arbeiten zu können.</p>
<p>Wenn du dich durch die Äußerung deines Partners verletzt fühlst, ist es hilfreich dich zu fragen, wofür das jetzt gut ist? Was will dir deine Verletzung EIGENTLICH sagen, worauf will sie dich vielleicht hinweisen? Wenn du deiner Verletzung eine Stimme geben könntest &#8211; was würde sie zum Ausdruck bringen wollen?&nbsp;</p>
<p>Woran liegt es, dass Paare so oft aneinander vorbeireden? Ganz einfach: der andere wird nach deinem Bild erschaffen. Dem Bild, dass dir dienlich ist. Auch wenn daraus Ärger, Wut und Streit folgt. Denn du könntest es ja auch nicht GEGEN dich verstehen. Du könntest es auch so verstehen, dass es zu deinen Gunsten ist.</p>
<p>Ab jetzt wird es interessant.</p>
<p>Wie willst du dir denn jemals auf die Schliche kommen? Wie willst du dir denn jemals bewusstwerden, wie deine Glaubenssätze lauten? Bämmm…</p>
<p><strong>DAFÜR SIND MISSVERSTÄNDNISSE EIGENLICH DA!!!</strong></p>
<p>Mein Tipp: Ab sofort, wenn du durch ein Wort oder in einem Gespräch dich verletzt, nicht gesehen oder gemeint fühlst hältst du erstmal inne. WICHTIGSTE! Nicht im Affekt re – agieren. Okay? Das gibt nur Zoff und endet im Streit. Kennst du.</p>
<p>Ab sofort machst du es anders.&nbsp;</p>
<p>Du schaust, welche Gefühle melden sich.</p>
<p>Dann schaust du, was hat das mit dir zu tun?</p>
<p>Was hat das mit deinem Gegenüber zu tun?</p>
<p>Wofür ist es vielleicht gut, dass du dich jetzt so fühlst? Was will geheilt werden?</p>
<p>Damit du das Ursächliche deiner Reaktion &#8211; also deine alte Wunde- auch heilen kannst, findest du im Workbook deine Hausaufgaben. Mit ihnen gehst du in die Reflektion und in die wichtige Aufarbeitung. Auch empfehle ich dir die aktuelle Podcast Folge zu hören, in der ich auf das Thema eingehe. Sie gibt dir zusätzlichen Input, um noch tiefer zu verstehen. Und schließlich lade ich dich ein, die Meditation des Monats zur Erdung zu nutzen.</p>
<p>Ich hoffe, dir gibt der Text einen wichtigen Impuls. Gerne kannst du mir in den Kommentaren ein paar Gedanken dazu dalassen.</p>
<p>Danke, dass du da bist!</p>
<p><em>Deine Kathrin</em></p>								</div>
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		<title>Warum Gespräche manchmal im Streit enden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2022 10:30:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sicher kennst du das auch &#8211; du hast dir fest vorgenommen: &#8222;Das nächste Gespräch mit meinem Partner führe ich sachlich und klar. Ich werde nicht gleich laut und ich gebe mir wirklich diesmal Mühe, nicht gleich eingeschnappt zu sein&#8222;. Doch ehe du dich versiehst, rutschst du beim ersten Gegenargument wieder in dein altes emotionales Muster. [&#8230;]</p>
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									<p>Sicher kennst du das auch &#8211; du hast dir fest vorgenommen: &#8222;<em>Das nächste Gespräch mit meinem Partner führe ich sachlich und klar. Ich werde nicht gleich laut und ich gebe mir wirklich diesmal Mühe, nicht gleich eingeschnappt zu sein</em>&#8222;.</p><p>Doch ehe du dich versiehst, rutschst du beim ersten Gegenargument wieder in dein altes emotionales Muster. Die Diskussion wird immer lauter und heftiger und alles endet schließlich darin, dass du nachts um drei völlig erschöpft ins Bett fliehst. Eine Klärung eurer Inhalte ist wieder nicht in greifbare Nähe gerückt und so langsam fühlt es sich nicht mehr gut an.</p><p>Was nun?</p><p>Wenn Paare zu mir in die Praxis kommen sind die meisten genau an diesem Punkt angekommen. Zwei Menschen sitzen mir ratlos gegenüber. &#8220; Ich <em>will mich ja eigentlich gar nicht streiten, aber es geht nicht. An irgendeinem Punkt kippt es, und dann werde ich doch wieder emotional.</em>&#8222;</p><p>Beide wirken unendlich erschöpft und ratlos.</p><p>Falls du auch schon mal in einer ähnlichen Situation warst, ist dieser Blogartikel was für dich. Ich starte den Versuch, dir heute einmal auch mit Hilfe der Neurowissenschaft darzustellen, WARUM du im Streit reagierst, wie du reagierst und was du beim nächsten Mal einfach mal anders machen könntest. Allein vom Lesen wird es nicht besser. Und glauben solltest du mir auch kein Wort-deshalb prüfe es immer auf die Wirkung &#8230;;-)</p><h4>Der Aufbau eines Gehirn</h4><p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10405 " src="https://paarberatung.kathringeef.de/wp-content/uploads/Aufbau-Gehirn.webp" alt="" width="380" height="214" /></p><p>Das menschliche Gehirn unterscheidet sich in seinem Aufbau nicht wesentlich von den Gehirnen anderer Wirbeltiere. Die Gliederung des Gehirns erfolgt in fünf große Abschnitte:</p><ul><li>Großhirn</li><li>Zwischenhirn</li><li>Kleinhirn</li><li>Mittelhirn</li><li>verlängertes Rückenmark (Nachhirn)</li></ul><p>Zwischenhirn, Kleinhirn, Mittelhirn und das verlängerte Rückenmark haben sich bereits bei Reptilien bzw. bei frühen Säugetieren herausgebildet. Dort sitzt unsere Kommandoschaltzentrale. Alles lebensnotwendige wird von dort aus gesteuert. Und das ganz unwillkürlich &#8211; vegetativ &#8211; also vollautomatisch.<br />Das Zwischenhirn ist das oberste Regulationszentrum des vegetativen Nervensystems. Es überwacht Funktionen wie Atmung, Appetit- und Durstempfinden, aber auch die Ausschüttung der Hormone wird von hier aus gesteuert. Eine wichtige Aufgabe des Mittelhirns ist die Steuerung des Schlafs. Das Kleinhirn ist für alle motorischen Abläufe unseres Körpers (Koordination) verantwortlich. Das verlängerte Rückenmark ist ein Reflexzentrum und ist beispielsweise für Speichelfluss, Husten oder Erbrechen zuständig.</p><p>Das Großhirn nimmt den größten Anteil des Gehirns ein – circa 80 % des Gehirnvolumens. Das Großhirn ist für die <em>höheren</em> Gehirnfunktionen wie Lernen, Denken und Verstehen zuständig. Es ist der entwicklungsgeschichtlich jüngste Teil des Gehirns.</p><h4>Die Physiologie menschlicher Reaktion auf Bedrohung</h4><p>&#8222;Was hat nun das Gehirn mit mir oder meinem Partner zu tun?&#8220; wirst du dich vielleicht fragen.</p><p>Warte ab. Ich erklär&#8216; s dir gleich.</p><p>Stell dir mal folgende Situation vor: du bist draußen in freier Wildbahn unterwegs und plötzlich taucht aus dem Nichts ein Löwe auf. Unwillkürlich wird dein inneres Alarmsystem aktiviert. Entweder du läufst weg, oder du kämpfst oder du stellst dich tot. Wahrscheinlich wirst du nicht darüber groß nachdenken, sondern eher aus einem Instinkt heraus reagieren.</p><p>Unsere erste Verteidigungsstrategie gegen Verfolger, Angreifer oder Gefahrenquellen besteht meistens in aktiver Abwehr: sich ducken, ausweichen und sich zurückziehen, sich abwenden&#8230; Die geläufigste Reaktion vor potentiellen Verfolgern besteht darin, dass du vor ihnen fliehst oder gegen sie kämpfst, wenn du siehst, dass du stärker bist oder dieser versucht, dich festzuhalten. Neben den bekannten Reaktionen von Kampf und Flucht gibt es noch eine dritte, weniger bekannte Reaktion auf Bedrohungen: die Erstarrung.</p><h4>Drohende Gefahr</h4><p>Zurück in deine Küche. Zurück zu deinem Gespräch.</p><p>Du unterhältst dich mit deinem Partner  &#8211; anfangs noch in einem ruhigen Ton. Doch irgendwann kippt die Stimmung. Ihr findet einfach keinen Konsens. Verzweiflung, Hilflosigkeit, aber auch Wut und Ohnmacht schweben über euch. Und jetzt kommt euer Gehirn mit ins Spiel: ab jetzt wird es immer bedrohlicher.</p><p>Unwillkürlich, unbewusst laufen ab jetzt all die gleichen Mechanismen ab, wie beim Anblick des Löwen. Dein autonomes Nervensystem erweitert deine Pupillen und du fixierst genau dein Gegenüber, dein Mund wird trocken und du kannst kaum noch reden, dein Herzschlag ist beschleunigt und dein Gesicht knallrot, dein Blutdruck steigt und du hörst das Rauschen in deinen Ohren, deine Atmung ist erhöht und du wirst stetig lauter, während dein Körper Tonnen an Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet. DENKEN ist ab jetzt nicht mehr konstruktiv möglich!!!!</p><p>Ab jetzt greifen andere Mechanismen. Je höher der Stress, je primitiver die Reaktionen. Dabei stellt primitiv in diesem Kontext nicht die gebräuchliche Bedeutung dar, sondern zeigt auf den primitiven Anteil unseres Gehirns &#8211; unser Reptilienhirn.</p><p>Ab jetzt heißt es: entweder Kampf oder Flucht, oder auch Erstarren.</p><p>Ab jetzt ist Denken nicht mehr möglich. Es kommt schlichtweg nichts mehr davon in deinem Großhirn an. Solange du dich in einer gefühlten Bedrohung befindest, ist dies unmöglich!!! Also ist ab jetzt jedes Weitermachen <strong>SINNLOS</strong>!!!!! Absolut sinnlos. Es kann euch ab jetzt NUR NOCH SCHADEN. Ihr müsst euch erstmal wieder neutralisieren und jeder sich selbst regulieren.</p><p>Das ist der wichtigste erste Schritt, wenn du wirklich an einer Klärung und Veränderung eurer Kommunikation interessierst bist ( und das du das bist zeigt mir, dass du bis hierher gelesen hast).</p><p>Wenn es dir gelingt, dich in eine Beobachtungsposition zu bringen, aus der heraus du wie in Vogelperspektive auf euch und dich herunter schauen kannst und du spürst, dass du entweder wie oben beschrieben in Wut (Kampf) gerätst, oder wenn du spürst, du willst eigentlich nur noch weg (Flucht) oder du dicht machst dann sei dir bewusst: du fühlst dich bedroht und dein Körper reagiert auf diese gefühlte Bedrohung. Deshalb ist alles, was du fühlst nicht falsch, sondern darin begründet. Dein Körper ist also auf deiner Seite. Du solltest dir also keine Vorwürfe machen, warum du immer wütend wirst, oder eingeschnappt abhaust&#8230; es ist dein instinktives Verhalten auf eine vermeintliche Bedrohung.</p><h4>Selbstregulierung</h4><p>Das Mittel zur Wahl und die einzige Möglichkeit, ein Gespräch im optimalen Gefühl von Sicherheit zu führen ist, dass du und dein Partner euch selbst reguliert. Selbstregulierung hängt von einer freundschaftlichen Beziehung zu unserem Körper ab.</p><p>Ohne sind wir auf externe Regulierung angewiesen:</p><ul><li>Medikamente</li><li>Drogen</li><li>ständige Beruhigung im Außen</li><li>Anklammern</li></ul><h4>Ressourcen</h4><p>Um dich selbst zu regulieren kannst du dir Ressourcen zu nutze machen, die dein Nervensystem stabilisieren:</p><ul><li>gehe dort hin, wo du dich sicher fühlst</li><li>hole dir Unterstützung</li><li>knüpfe Kontakt zu Verbündeten</li><li>nehme dir Zeit, um dich auf etwas einzustellen</li></ul><p>Den Zugang dazu findest du über:</p><ul><li>angenehme Erinnerungen</li><li>Gefühle</li><li>innere Bilder</li><li>positive Erfahrungen</li></ul><h4>Anzeichen für Aktivierung kennenlernen</h4><p>Hier kannst du mit Personen, deines Vertrauens eine kleine Übung ausprobieren:</p><p>A erkundet:</p><ul><li>Woran merken andere, dass ich in Stress komme?</li><li>Wie verändert sich meine Art? = Kontakt zu machen, = meine Bedürfnisse wahrzunehmen, = mich zu bewegen, = etc.</li></ul><p>Im Austausch: B und C beschreiben in ihrer Rückmeldung die eigene Resonanz und das wahrnehmbare Verhalten bei A</p><ul><li>Atem</li><li>Anspannungsmuster</li><li>Mimik, Gesichtsfarbe</li><li>Gestik</li></ul><h4>Muster verändern</h4><p>Um gewohnheitsmäßige Muster zu verändern, also in dem Fall, wie du auf eine gefühlte Bedrohung beim Streit reagierst, solltest du die körperlichen &#8211; bislang unbewussten &#8211; Schleifen ändern. Das kannst du aber erst, in dem dir bewusst wird, wie du reagierst.</p><p>Auf jede Erfahrung, die wir in unserem Leben gemacht haben, reagiert unbewusst noch heute ein gespeichertes Netzwerk in uns. Denk nur mal daran, wie du auf einen bestimmten Duft oder ein bestimmtes Geräusch reagierst. Wenn du Kuchen so liebst wie ich, wirst du beim Anblick eines leckeren Kuchen dementsprechend reagieren. Magst du Vogelgezwitscher, wirst du darauf reagieren. Und nun schau mal, wie.</p><p>Was macht dein Herzschlag?</p><p>Was deine Atmung, wenn du an die Vögel denkst?</p><p>Wie sind deine Muskeln?</p><p>Wie ist das Gefühl von Raum?</p><p>Genau so kannst du dir eine Situation in Erinnerung rufen, in der du dich bedroht fühltest? Wie reagierst du darauf?</p><p>Schreibe dir dies alles ruhig einmal auf und im nächsten Blogpost erzähle ich dir dann, wie ihr damit ein Gespräch erfolgreich führen könnt.</p><p>Wenn du den Beitrag nicht verpassen willst, abonniere dir meinen Blog.  Du wirst automatisch über einen neuen Post informiert.</p><p>Ein schönes sonniges Frühlingswochenende &#8211; mit viel Freude beim Erkunden!</p><p><em>Kathrin</em></p>								</div>
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		<title>Frieden finden nach einer Trennung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 10:51:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neben meiner Arbeit als Paartherapeutin suchen mich auch immer wieder Menschen auf, die sich in der akuten Phase einer Trennung befinden und aus dem ohnmächtigen Gefühl des Verlustes scheinbar nicht mehr herausfinden. Sie geraten nach einer Phase der Panik , des Hypertonus, der Aufgewühltheit und der Schlaflosigkeit in einen Strudel der Inaktivität, der Starre, der [&#8230;]</p>
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									Neben meiner Arbeit als Paartherapeutin suchen mich auch immer wieder Menschen auf, die sich in der akuten Phase einer Trennung befinden und aus dem ohnmächtigen Gefühl des Verlustes scheinbar nicht mehr herausfinden. Sie geraten nach einer Phase der Panik , des Hypertonus, der Aufgewühltheit und der Schlaflosigkeit in einen Strudel der Inaktivität, der Starre, der Gelähmtheit und Resignation.&nbsp;Das Leben findet ausserhalb von ihnen statt, während sich in ihnen eine immer größer werdende Leere ausbreitet.
<h4>Was ist genau dieser Schmerz?</h4>
Es ist die Erfahrung, dass du nicht das bekommst, was du am meisten brauchst. Der Schmerz ist ein Ort der Leere, wo du die Abwesenheit der Liebe verspürst, nach der du am meisten verlangst. Sich an diesem Ort zu befinden ist hart, dort wirst du mit deinen Wunden konfrontiert, sowie auch mit deiner Machtlosigkeit, dich selbst zu heilen. Du hast solche Angst vor diesem Ort, weil du denkst, dass es der Ort des Todes ist.

Dein Überlebensinstinkt lässt dich weglaufen und nach etwas anderem suchen, dass dir das Gefühl des Zuhause sein geben kann, obwohl du genau weißt, dass es nicht in der Welt da draußen gefunden werden kann.
<h4>Die Suche nach einem neuen Ort</h4>
Du musst beginnen zu vertrauen, dass deine Erfahrung der Leere nicht die letztendliche Erfahrung ist und das es jenseits dessen einen Ort gibt, wo du in Liebe gehalten wirst. Solange du nicht vertraust, dass es diesen Ort jenseits deiner Leere gibt, befindest du dich in einem Vakuum zwischen Himmel und Hölle, Frieden und Krieg. Du musst zu dem Ort deines Schmerzes gehen mit dem Wissen, dass du diesen neuen Ort schon gefunden hast und etwas seiner Früchte bereits geschmeckt hast.

Erst dann kannst du den Schmerz allmählich durchleben. Und ihm so die Macht über dich nehmen. Ja, du musst zu diesem Ort deines Schmerzes gehen, aber erst wenn du neuen Boden gewonnen hast. Wenn du in den Schmerz hineingehst, einfach um ihn in seiner Rohheit zu erfahren, wird er dich wegziehen von dem, wo du eigentlich hingehen möchtest.

Je tiefer du an diesem neuen Ort verwurzelt bist, je eher bist du in der Lage, den Verlust des alten Ortes zu betrauern und den Schmerz, der darin enthalten war, gehen zu lassen. Du kannst nichts betrauern, was nicht schon gestorben ist. Und doch müssen die alten Schmerzen, Verhaftungen und Wünsche, die dir einst so viel bedeutet haben, begraben werden.

Du musst deine erlebten Schmerzen beweinen, so dass sie dich allmählich verlassen können und du frei werden kannst, um voll an diesem neuen Ort zu leben, ohne Melancholie und Heimweh.
<h4>Du musst den Weg nicht allein gehen</h4>
Viele meiner Klient*innen fragen am Anfang: &#8220; Aber wie denn? Wie soll ich denn einen neuen Ort finden, wenn alles in mir weh tut? &#8220; Manche von ihnen hangeln sich von einer Ablenkung zur nächsten und allein der Gedanke, noch einmal all den Schmerz in seiner Gänze zu fühlen, und dabei niemanden&nbsp; oder nichts zu haben, lässt sie panisch werden. Und genau um dieses NICHTS geht es. Erst wenn das NICHTS mit einem neuen ETWAS gefüllt ist, beginnt der Prozess der Heilung.

Deshalb gehen wir zuallererst gemeinsam auf die Suche und finden deinen Ort, an dem du dich geliebt und gehalten fühlst. Erst wenn die Wurzeln an diesem neuen Ort tief sind, sich das Gefühl DA IST ETWAS; WAS MICH HÄLT immer mehr in dir ausbreitet, begleite ich dich step by step dabei, dich von dem alten Schmerz zu verabschieden, so dass du das Gefühl von ENDLICH (WIEDER )ZUHAUSE immer öfter verspüren wirst.

Bist du bereit für deine Reise? Dann nutze die Chance und finde deinen Frieden &#8230; <a href="https://liebeseinmaleins.de/seminar-love-yourself/" target="_blank" rel="noopener"><strong>HIER KANNST DU DABEI SEIN</strong></a>

<em>Kathrin</em>								</div>
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		<title>Warum zu viel Nähe und zu viel Distanz einer Partnerschaft schadet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 May 2021 10:17:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Distanz]]></category>
		<category><![CDATA[Nähe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während draußen langsam der Sonntag zum Leben erwacht und die langersehnte Sonne ihre ersten Strahlen durch die Baumkronen schickt, genieße ich die Stille des frühen Morgen. Alle schlafen noch und es ist genau diese Zeit , die ich aufsauge wie ein trockener Schwamm. RUHE. Friedliche Ruhe. Niemand der etwas von mir will. Niemand, der etwas [&#8230;]</p>
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									<p>Während draußen langsam der Sonntag zum Leben erwacht und die langersehnte Sonne ihre ersten Strahlen durch die Baumkronen schickt, genieße ich die Stille des frühen Morgen. Alle schlafen noch und es ist genau diese Zeit , die ich aufsauge wie ein trockener Schwamm. RUHE. Friedliche Ruhe. Niemand der etwas von mir will. Niemand, der etwas von mir braucht. Ich kann meinen eigenen Gedanken nachhängen, kann mir meinen Kaffee machen und mein frisches Obst dabei essen, ohne das mich irgendjemand oder irgendetwas dabei stört. HERRLICH!!</p>
<p>Mehr als 1 Jahr Corona steckt auch mir in den Knochen. Homeschooling, Homeoffice und mein ganz eigener normaler Arbeitsalltag hier in der Praxis zehren an mir. Wir haben das ganz ganz große Privileg, dass wir keinerlei existenzielle Auswirkungen haben. Mein Mann hat seinen sicheren Job, meine Praxis wird mit Anfragen überrannt und gesundheitlich hat Corona zum Glück um uns und all unsere Familienmitglieder einen großen Bogen gemacht.</p>
<p>Dennoch spüren wir alle die Folgen des Corona Jahres. Die Zündschnur bei allen ist extrem kurz. Um so wichtiger, dass ich den Hintergrund &#8211; also das, was sich psychodynamisch da bei uns und so vielen anderen abspielt, kenne und weiß, wie man da gegensteuern muss, damit es nicht kippt und wir uns alle an die Gurgel gehen.</p>
<p>Denn das Menschen sich bei zu viel Nähe leicht über werden, ist eher normal als fragwürdig. Schon früher gaben es Statistiken bekannt, dass Paare und Familien sich vor allem im Urlaub am meisten streiten. Das Corona Jahr hat viele an ihre Grenzen gebracht. Doch auch schon vorher tat es keinem Paar gut, wenn es entweder zu viel Nähe oder zu viel Distanz hatte.</p>
<p>Dieser Beitrag ist der Versuch , der Dynamik zwischen Zweien auf den Grund zu gehen. Denn, sobald wir uns mit einem Menschen in eine Beziehung begeben, kommt es automatisch zu zwei unterschiedlichen Polen. DU und ICH.</p>
<h4>Die 2 polige Wechselwirkung in der *Dyade</h4>
<p>(*Paar als soziale Einheit)</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-10400 size-full" src="https://paarberatung.kathringeef.de/wp-content/uploads/Paardynamik.webp" alt="" width="840" height="594"></p>
<p>Frage ich Paare zu ihrer Anfangsgeschichte höre ich nicht all zu selten diese Anekdoten:</p>
<p><em>&#8220; Er war unglaublich lustig und aktiv. Er hat sich immer was Neues einfallen lassen und immer war was los. Wir haben immer ganz viel unternommen. Mit ihm wurde es nie langweilig.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Sie war mein Fels und stand mit beiden Beinen schon mitten im Leben. Sie hatte diese unglaubliche Ausstrahlung von Ruhe und Eleganz. Alles schien ihr leicht zu fallen und ihr Erfolg gab ihr Recht. Sie war der Ausgleich zu meiner stressigen Arbeitswelt. Kam ich nach Hause war es ruhig und ich konnte endlich abschalten. Das war magisch.&#8220;</em></p>
<p>Oft ist es gerade das Andere des Anderen was uns zu Beginn einer Liebesgeschichte anzieht. Seine Lebendigkeit, ihre Stille und Ausgeglichenheit machen, dass wir gefühlt &#8222;unsere bessere Hälfte&#8220; gefunden haben. Endlich ganz sein erklärt die Faszination dieser Dynamik. Wir finden Sinn in dem, wer und wie wir sind. Wir werden gelobt und geliebt für eben dieses andere.</p>
<p>Doch gibt es auch das Gleiche. Manchmal treffen sich zwei die sich so ähneln, dass ich nicht selten höre: &#8222;<em>Wir sind wie seelenverwandt. Er versteht mich blind. Ich muss weder was sagen noch ihm viel erklären.&#8220;</em></p>
<p>In meiner Arbeit sehe ich drei Konstellationen von Paardynamiken, mit verschiedenen Merkmalen:</p>
<ol>
<li>Gleiche Pole = Autonom + Autonom</li>
<li>Unterschiedliche Pole = Autonom + Bindung</li>
<li>Gleiche Pole = Bindung + Bindung</li>
</ol>
<p>Autonom in diesem Kontext bedeutet, der Partner möchte neben der Zeit mit dem Partner auch viel Zeit außerhalb der Partnerschaft, sei es im Beruf, oder im Hobby oder mit Freunden&#8230; verbringen</p>
<p>Bindung in diesem Kontext bedeutet, der Partner verbringt sehr viel Zeit mit dem Partner und legt darauf seinen Schwerpunkt</p>
<p>Was passiert nun innerhalb dieser 3 Konstellationen?</p>
<ol>
<li>Konstellation autonom/ autonom: beide Partner haben einen großen Freundeskreis, Hobbys oder eine Karriere, auf die ein sehr großer Fokus gerichtet ist</li>
<li>Konstellation Autonom/Bindung: ein Partner will noch viel Zeit außerhalb der Partnerschaft verbringen, der andere wünscht sich viel Zweisamkeit mit dem Partner</li>
<li>Konstellation Bindung/ Bindung: beide verbringen jede freie Minute mit dem anderen, teilen alle Hobbys, Freundeskreis&#8230;</li>
</ol>
<h4>Was Partnerschaft braucht, damit sie gelingen kann</h4>
<p>Wissenschaftler fanden heraus &#8211; und diesen Eindruck gewinne ich jeden Tag auch in meiner Arbeit &#8211; das Paare den Wechsel brauchen und dies maßgeblich zum Gelingen einer Beziehung beiträgt. Das bedeutet, dass sich beide abwechseln in der Polarität. Mal ist der eine der Bindungsgebende, mal der Andere. Mal ist der eine der, der beruflich mehr eingespannt ist, mal der andere.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-10399 aligncenter" src="https://paarberatung.kathringeef.de/wp-content/uploads/Dynamik-Bild-2.webp" alt="" width="300" height="213"></p><p><br></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-10398 aligncenter" src="https://paarberatung.kathringeef.de/wp-content/uploads/Dynamik-Bild-1.webp" alt="" width="300" height="213"></p>
<p><strong>Was bedeutet es im Fall der Konstellation Autonom / Autonom?</strong></p>
<p>Beide sind stark außerhalb der Partnerschaft beschäftigt und es findet wenig Nähe und Bindung statt. Dies führt oft dazu, dass mir Paare in der Praxis gegenüber sitzen, die mir folgendes schildern: &#8222;<em>Eigentlich haben wir alles. Wir sind finanziell frei und unabhängig und konnten beide Karriere machen. Unsere Kinder sind toll und eigentlich könnte es uns gut gehen. Nur leider haben wir uns im Laufe der Zeit aus den Augen verloren&#8220;</em> (Während sie mir dies erzählen hatten beide das Smartphone auf dem Tisch neben sich liegen und irgendwann rief auch mal das Au Pair Mädchen an und fragte, ob das jüngste Kind in den Pool darf).</p>
<p><strong>Was bedeutet es im Fall der Konstellation Bindung / Bindung?</strong></p>
<p>Beide sind stark auf die Partnerschaft fixiert. Freunde werden im Laufe der Zeit immer unwichtiger. Es findet kaum noch etwas außerhalb der eigenen 4 Wände statt. Diese Paare haben oft ein fast symbiotisches Verhältnis, dass eher an Mutter und Kind, Vater und Kind erinnert. Diese Paare kommen oft mit sexuellen Schwierigkeiten in die Praxis. Durch die enge Bindung erleben sie den anderen nicht mehr als DEN ANDEREN. Das ICH verschwindet zum WIR . Durch die Symbiose gibt es <strong>gefühlt</strong>! kein erwachsenes Gegenüber mehr und der ödipale Konflikt macht Sexualität fast unmöglich. Hier kommt es nicht selten dazu, dass einer der beiden die Autonomie im Außen in Gestalt eines der-die-das Dritten sucht. Manchmal ist es eine Affäre, manchmal der Sturz in die Arbeit, aber manchmal auch Alkohol oder Drogen, die gesucht werden, um unbewusst wieder die Balance zwischen Autonomie und Bindung herzustellen.</p>
<h4>Wenn sich beide auf dem jeweils eigenen Pol fixieren</h4>
<p>In der Praxis erlebe ich sehr oft, dass sich im Laufe der Zeit die Partner auf einen Pol fixieren. Das geschieht zum Beispiel, wenn Kinder ins Spiel kommen und damit Geschlechterrollen &#8211; wie die Mutter bleibt zu Hause, der Vater geht weiterhin arbeiten &#8211; greifen.</p>
<p>Durch die verteilten Rollen fixieren sich beide &#8211; anfangs eher rein zufällig. Im Laufe der Zeit spüren beide die Unzufriedenheit und die Sehnsucht nach dem jeweils anderen gelebten Pol. Dies klingt dann zum Beispiel so: <em>&#8222;Ich bin so froh, wenn ich mal was anderes mache als Lego Türme baue oder Barbie Puppen bade. Ich freue mich so sehr darauf, wenn ich wieder arbeiten kann und mein eigenes Geld verdiene</em>.&#8220;</p>
<p><em>&#8222;Wenn ich am Abend nach Hause komme, hat meine Frau keine Lust mehr auf mich und wir finden nicht mehr zueinander, weil sie so gestresst ist. Ich höre dann oft von ihr: Nicht du auch noch &#8211; ständig will einer was von mir.&#8220;</em></p>
<p>Dann sucht der eine Autonomie und der andere Bindung. Doch durch die Fixierung auf den Polen gelingt es nicht. Sie sind quasi besetzt. Fatal ist in dem Zusammenhang auch, sobald einer anfängt mehr nach Autonomie zu rufen, der andere anfängt zu klammern und umgekehrt. Meist erkennen sich diejenigen selbst nicht wieder: &#8222;<em>Ich war nie so ein Klammeraffe. Aber jetzt erkenne ich mich kaum wieder.&#8220;</em></p>
<p>Kommt es zur Fixierung der Pole ist es wie früher auf der Wippe. Wie blöd war es, wenn einer einen oben &#8222;verhungern&#8220; ließ. Spaß hat das ganze nur dann gemacht, wenn es immer abwechselnd ging &#8211; mal war der eine oben, mal der andere.</p>
<p>So ist es ist auch in der Partnerschaft. Partnerschaft lebt von der Balance zwischen Nähe und Distanz. Wir brauchen die Nähe um uns verbunden zu fühlen und wir brauchen die Distanz, um mit dem eigenen Lebenspuls in Kontakt zu bleiben.</p>
<p>WER BIN ICH OHNE DICH &#8230; muss beantwortet werden.</p>
<p>Aber ebenso muss die Sehnsucht nach Verbundenheit und Sicherheit versorgt werden, damit ZWEI EINS WERDEN UND DENNOCH ZWEI BLEIBEN.</p>
<p>In diesem Sinne beende ich nun vollen Herzens mit einem guten Kontakt zu meinem Lebenspuls diesen Beitrag und widme mich meiner Bindungssehnsucht zu meiner Familie!</p>
<p><em>Schönen Sonntag Euch!</em></p>								</div>
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		<title>Versöhnung &#8211; Enttäuschungen vergeben lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 May 2021 15:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Vergeben]]></category>
		<category><![CDATA[Versöhnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich würde so gern vergeben, aber ich schaffe es nicht. Immer wieder spüre ich, wie wütend ich immer noch auf ihn bin.&#8220; Vor mir sitzen zwei wundervolle Menschen, die sehr erschöpft auf mich wirken. Ich spüre ihr tiefes Band zueinander, aber auch den tiefen Graben, der sie von einander (noch) trennt. Sie haben nach monatelangen [&#8230;]</p>
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									<em>&#8222;Ich würde so gern vergeben, aber ich schaffe es nicht. Immer wieder spüre ich, wie wütend ich immer noch auf ihn bin.&#8220;</em>

Vor mir sitzen zwei wundervolle Menschen, die sehr erschöpft auf mich wirken. Ich spüre ihr tiefes Band zueinander, aber auch den tiefen Graben, der sie von einander (noch) trennt. Sie haben nach monatelangen Streitereien keinen Ausweg aus ihrem Dilemma gefunden und nun sitzen sie ratlos vor mir.

Ich frage sie, wie denn so ein &#8222;typisches&#8220; Gespräch zwischen ihnen abläuft, in dem es irgendwann den Punkt gibt, wo es kippt und sie in der immer gleichen Spirale von Vorwürfen und Verteidigungen enden.

Was dann folgt ist ein klassisches Muster. Einer fängt an und erklärt, welches Verhalten des anderen in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass man sich heute so fühlt, wie man sich fühlt. Darauf folgt eine Reaktion, die zum einen der eigenen Erklärung als auch der Abwehr von Vorwürfen dient. Daraufhin geht es nun hin und her: &#8220; Aber du hast doch&#8230;&#8220; oder &#8222;Immer machst du das und das&#8230;&#8220;.

Gespräche dieser Art führen zu der immer gleichen Folge: Wut und Frustration.

Aber nicht zur Erfüllung dessen, was dahinter das WIRKLICHE Bedürfnis ist. Und nun? Was können die beiden (und vielleicht auch du) tun, damit sie in Zukunft ihren Konflikt friedlich lösen? In diesem Blogbeitrag starte ich den Versuch dir eine Art des Umgangs  zu veranschaulichen, wo es um eine neue Art der Kommunikation geht. Eine Art, die Wohlwollen verstärkt und die einen Sprachgebrauch voller Ablehnung und Abwertung vermeidet.
<h4>Gewaltfreie Kommunikation</h4>
Wegen seiner jüdischen Wurzeln wurde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_B._Rosenberg" target="_blank" rel="noopener">Marshall B.Rosenberg</a> in den 40er Jahren oft ausgegrenzt. Diese <span class="vm-hook-outer"><span class="vm-hook">Erlebnisse</span></span> prägten ihn. So verfolgte er als Psychologe einen Grundgedanken: Wer Frieden schaffen will, muss nicht nur darauf achten, was er sagt – sondern auch, wie. Rosenberg entwickelte daher das Konzept der „Gewalt­freien Kommunikation” (engl. Nonviolent Communication). Es beruht auf der Annahme, dass die meisten zwischenmenschlichen Konflikte ihre Ursache darin haben, dass wir in Dialogen unsere Bedürfnisse falsch kommunizieren. Schuld sei unsere wertende und verurteilende Sprache.

Bei dieser Art der Kommunikation kommt einer besonderen Bedeutung die Übernahme von Verantwortung zu &#8211; für getroffene Entscheidungen, sowie der Verbesserung der Qualität unserer Beziehungen.

Mit Hilfe der GFK (gewaltfreien Kommunikation) wirst du verstehen lernen. dass alles. was ein Mensch tut, ein Versuch ist, seine Bedürfnisse zu erfüllen. Du wirst lernen, dass es für den Umgang mit anderen förderlicher ist, Bedürfnisse durch Kooperation statt durch Dominanz zu erfüllen. Allen Menschen bereitet es von Natur aus Freude, zum Wohlergehen anderer beizutragen, wenn sie das <strong>freiwillig</strong> tun können!

Durch die GFK bekommst du die Gelegenheit Verbindungen mit anderen Menschen zu erschaffen, die für dich befriedigender sind und vergangene Erfahrungen und Beziehungen, die schmerzvoll oder erfolglos waren, zu heilen. Dadurch gelingt es dir, Schuldgefühle, Scham, Angst aufzulösen und Ärger und Frust in Leichtigkeit und Kompetenz umzuwandeln. Es bietet dir die Chance, Lösungen zu finden, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme, Respekt und Konsens basieren. Es geht darum, Bedürfnisse so zu erfüllen, dass sie das Leben bereichern, sei es im persönlichen Leben, in der Familie, der Schule, der Nachbarschaft und in der Gesellschaft.
<h4>Enttäuschungen, Wut und Anklage</h4>
Wut ist immer ein Anzeichen dafür, dass wir von dem getrennt sind, was wir wertschätzen und das unsere Bedürfnisse nicht versorgt werden. Wut ist nichts, was wir unterdrücken müssen oder sollen. Im Gegenteil: Wut ist ein Geschenk, weil sie uns in Kontakt bringt mit unseren unerfüllten Bedürfnissen, die eine solche Reaktion in uns auslösen. Dennoch ist Wut ausschließlich ein Produkt des Denkens!

Gehen wir noch einmal zurück zu meinem Paar am Anfang dieses Beitrages. Die beiden sind so weit in einer Denkweise gefangen, die es nicht gerade wahrscheinlich macht, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Der erste Schritt wäre nun zu erkennen, dass der Auslöser ihrer Wut und ihres Ärgers nicht die Ursache ist. Also nicht das, was der andere tut, macht sie wütend, sondern vielmehr etwas in ihnen selbst, dass darauf reagiert, was der andere tut. Die Ursache der Wut liegt also in jedem selbst, im eigenen Inneren, und deshalb müssen sie lernen, den Auslöser von der Ursache zu unterscheiden.

Der zweite Schritt, der wichtig wäre, ist zu erkennen, dass nicht es nicht einfach das Verhalten eines Menschen ist, was uns wütend macht, sondern erst die <strong>Bewertung</strong> dessen, was jemand getan hat. Das ist die wahre Ursache unserer Wut und unseres Ärgers &#8211; und zwar eine bestimmte Art der Bewertung.

Wut und Ärger entstehen durch die Bewertungen. Wenn du wütend bist, bewertest du die Dinge, die dir gerade widerfahren, auf eine lebensfeindliche Art. Wut und Ärger basieren auf Gedankengängen, die anderen Menschen &#8222;Schlechtes &#8220; unterstellen.
<h4>Zwischen Auslöser und Ursache unterscheiden lernen</h4>
Was ich allen meinen Klienten eintrichtre wie ihr täglich Wasser ist das bewusst machen dessen, dass der Auslöser von Wut und Ärger nicht die <strong>URSACHE</strong> ist. Das ist nicht immer einfach, den Auslöser oder Anlass der Wut und deren Ursache konsequent auseinanderzuhalten und beides nicht zu vermischen.

Es ist hilfreich, sich dieser grundlegenden Unterscheidung bewusst zu werden: &#8222;Ich fühle mich&#8230; (wie ich mich fühle), weil ich mir selbst Gedanken über die Handhabungen der anderen Person mache, die unterstellen, dass die andere Person etwas falsch macht. Wenn deine Gedanken sich so äußern, urteilst du bereits über die Handlungen der anderen Person und dann wird es schwer, dass du dir nicht vorstellst, diese andere Person zu bestrafen.

Ab jetzt ist dir bewusst, dass die Ursache deiner Wut niemals in dem zu suchen ist, was die andere Person tut. Sie liegt nur darin, wie du es siehst, interpretierst und darüber denkst! Wir alle haben gelernt, dass es immer die anderen sind, die auf irgendeine Weise bösartig oder schlecht sind. Dieses Denken ist die Ursache von Wut und Ärger.

Wertvoller und zielführender ist dass du erkennst, welche deiner Bedürfnisse durch die Handlungen der anderen Person nicht erfüllt worden sind. Dann, wenn du dieses Bewusstsein erlangt hast überprüfst du, wie du wieder Frieden stiften kannst zwischen dir und der anderen Person.
<h4>Die wichtigen vier Schritte</h4>
Zu aller erst:

Klar ausdrücken, wie es dir geht, ohne Kritik oder Vorwürfe zu äußern / empathisch aufnehmen, wie es der anderen Person geht, ohne Vorwürfe oder Kritik zu hören
<ol>
 	<li>identifiziere den Auslöser für deine Wut, ohne ihn mit einer Bewertung der anderen Person zu vermischen</li>
 	<li>werde dir bewusst, dass es diese Bewertung anderer Menschen ist &#8211; in Form von Urteilen, die Fehlerhaftigkeit unterstellen -, die die Wut verursacht</li>
 	<li>finde heraus, welches Bedürfnis versorgt werden will</li>
 	<li>bitte klar darum, was dein Leben bereichern würde und welche konkreten Handlungen du dir wünschst, die in die Tat umgesetzt werden</li>
</ol>
<em>Kathrin</em>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Reden &#8211; Was Paare dabei beachten sollten</title>
		<link>https://kathringeef.de/reden-was-paare-dabei-beachten-sollten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 17:49:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren arbeite ich mit Paaren (lese dazu mehr auf meiner Praxisseite HIER). Habe dazu die verschiedensten Ansätze gelernt und angewendet. Manchmal mit Erfolg, manchmal nicht. Vor allem, wenn ein Paar “zu spät” in die Paartherapie kam. Wenn die Liebe aufgebraucht war und jeder sich nur noch vor weiteren Verletzungen schützen wollte. In der Arbeit [&#8230;]</p>
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									<p>Seit Jahren arbeite ich mit Paaren (lese dazu mehr auf meiner Praxisseite <a href="https://kathringeef.de/">HIER</a>). Habe dazu die verschiedensten Ansätze gelernt und angewendet. Manchmal mit Erfolg, manchmal nicht. Vor allem, wenn ein Paar “zu spät” in die Paartherapie kam. Wenn die Liebe aufgebraucht war und jeder sich nur noch vor weiteren Verletzungen schützen wollte. In der Arbeit mit Paaren fiel mir eines immer wieder auf. Partner in Krisensituationen sind selten interessiert, was ihre Prägungen in der Kindheit mit ihrer aktuellen Krise zu tun haben. Weiterhin treten Beziehungskrisen vor allem auf, wenn die Partner ihre Verbundenheit zueinander nicht mehr spüren. Andauernde Konflikte und Streitereien sind ein Hilferuf, die zum Ausdruck bringen, dass die Partner einander eigentlich dringend brauchen.<br />&#8211;<br />Wenn ein Partner emotional nicht erreichbar ist, führt das fast immer zu Wut, Trauer, Schmerz und vor allem Angst. Die Angst fühlen Partner in einem Streit oder einer Meinungsverschiedenheit. Wenn sie eine sichere Bindung haben, dann erleben sie das als kurzfristiges Beziehungstief. Aber Partner mit weniger starker Bindung werden schnell überwältigt durch eine ‘Urangst’. Aus evolutionärer Sicht ist das logisch. Wenn die sichere Verbundenheit unterbrochen wird, dann verringern sich die Überlebenschancen.”<br />&#8211;<br />Dann beginnen Partner mit einem “Teufelsdialog”. Die Teufelsdialoge sind eigentlich Schutzstrategien, die sich äußern in:</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/27a1.png" alt="➡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anklammern &#8211; durch Jammern und Beklagen, um Bestätigung zu erhalten</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/27a1.png" alt="➡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Drohen &#8211; durch Forderungen stellen oder Anklagen erheben</p><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/27a1.png" alt="➡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Distanzierung &#8211; der andere zieht sich zurück, um sich vor der Angst zu schützen<br />&#8211;<br />Sie verringern kurzfristig die Angst, aber die Distanz zwischen den beiden Partner wird schließlich so groß, dass sich keiner der beiden Partner in der Beziehung noch sicher und geborgen fühlen kann. Je länger die Partner einen Mangel an Bindung erleben, desto stärker werden sie von den Teufelskreisen, den negativen Interaktionen, mitgerissen.</p><h4>Teufelsdialoge heißen nicht umsonst so</h4><p>Und das sagt das Wort allein schon &#8211; Dialog des Teufels.</p><p>Es gibt drei sog. Teufelsdialoge.</p><ol><li><h6>Such&#8216; den Bösen</h6></li><li><h6>Protest</h6></li><li><h6>Kampf oder Flucht oder Erstarren</h6></li></ol><h4>Such` den Bösen</h4><p>In diesem Dialog geht es vor allem um Selbstschutz. Ein Partner fühlt sich verletzt und kritisiert und geht daraufhin in die Defensive. Daraufhin verurteilen und beschuldigen sich die Partner gegenseitig, um wieder die Kontrolle über die Kränkung ihrer verletzten Gefühle zu erlangen.</p><h4>Protest</h4><p>Hier protestiert ein Partner gegen den Mangel an Verbundenheit, in dem er durch Schweigen und Rückzug seinen Unmut ausdrückt. Paare, die in diesem Dialog gefangen sind klagen oft über Probleme in der Kommunikation und ständigen Streitereien.</p><h4>Kampf oder Flucht oder Erstarren</h4><p>Der kritische Partner wendet sich ab und die Partner gehen nur noch distanziert miteinander um. Meist geschieht dies, wenn der Partner, der die Aufmerksamkeit des anderen gesucht hat, &#8222;aufgibt&#8220;.</p><p>Im Kern all dessen steckt ein Hilferuf. In den meisten Beziehungen kommt es nicht zu Problemen, weil der andere die Zahnpastatube nicht zu macht oder den Müll nicht rausbringt. Die Streits drehen sich mehr um den Mangel an Aufmerksamkeit, Vertrauen, Respekt, Anerkennung und Verständnis. Stecken Paare in einem dieser Dialoge fest heißt es auf der hinteren Bühne eigentlich:</p><p>&#8222;<em>Ich habe Angst, dich zu verlieren. Ich will nicht, dass du mich verletzt. Ich suche deine Nähe. Sei für mich da, wenn ich dich brauche.&#8220;</em></p><p>Es ist sinnlos, nach dem Schuldigen zu suchen oder nach dem, der angefangen hat. Ist ein Teufelsdialog erst einmal in Gang, verstricken sich beide in negative Reaktionen und Emotionen.</p><h4>Was könnt ihr als Paar jetzt anders machen?</h4><p>Kommunikationstechniken können uns im beruflichen Kontext helfen. Aber in Liebesbeziehungen greifen sie zu kurz. Denn was uns im beruflichen Umfeld fehlt, sind Gefühle von Verbundenheit und Intimität.</p><p>Die Teufelsdialoge sind euer Feind &#8211; nicht euer Freund!</p><p>Lernt, den Teufelsdialog als Feind zu sehen, nicht den anderen. Das ist wichtig, das wenigstens einer von euch erkennt, dass ihr in einem Dialog mit dem Teufel feststeckt.</p><p>&#8222;<em>Wir sind in einer Sackgasse. Ich stecke fest und distanziere mich immer mehr von dir und du wirst immer lauter und energischer. Ich denke, dass ist jetzt eine solche Situation, in der du dich von mir abgeschnitten fühlst. Stimmt das? &#8222;</em></p><p><em>&#8220; Ich werde immer wütender und lauter und du wist immer stiller und scheinst zu verschwinden. Hast du jetzt Angst, dass du mich jetzt verlieren könntest?&#8220;</em></p><p>Das beides sind Beispiele eines sog. Metadialogs. Das bedeutet, ihr schaut praktisch wie aus einem Heißluftballon auf euren Streit und erkennt dessen Qualität. Ein Metadialog ist die beste Strategie für eine Deeskalation.</p><p>Dem Partner die eigenen Gefühle auszudrücken birgt die Chance, sich einander auf eine neue, andere Art zu zeigen und damit eine neue, andere Reaktion zu entwickeln. Den Teufelskreis zu durchbrechen, ist dabei das unbedingte Ziel!</p><p>Natürlich hast du Angst, wieder verletzt zu werden. Natürlich ist es heute, nachdem ihr einander weh getan habt, schwerer. Anders als zu Beginn der Partnerschaft, ist es eben kein naives Vertrauen mehr, in dem jeder und jede von uns wie automatisch vertraut. Kommt es innerhalb einer Beziehung zu Verletzungen und ist das Vertrauen erst einmal angeknackst, verlangt uns das einen bewussten Schritt ab. Den aktiven &#8211; bewussten Schritt: &#8220; <em>Ja, ich vertraue. DIR &#8211; aber ( und das ist nicht unerheblich dabei) auch <strong>MIR</strong>.&#8220;</em></p><p>Wieder zu vertrauen, ist wie an etwas glauben. Wir wissen nicht (mehr), wenn wir glauben. Aber wir entscheiden uns dafür, an etwas zu glauben &#8211; jemandem zu glauben.</p><p>Zu Glauben ist ein aktiver, bewusster Akt, der immer mit Trost und Hoffnung verbunden ist. Sich und etwas zu glauben ist JA sagen zum Leben. Ja sagen zum Umstand, dass uns nichts sicher ist im Leben und wir dennoch gut daran tun, immer und immer und immer wieder an das Gute und die Liebe zu glauben! Zu glauben bedeutet, dem Teufel ein für alle Male klar zu machen, dass er zwischen dir und deinem Liebsten nichts zu suchen hat! je energischer und konsequenter ihr dabei vorgeht, je größer ist die Chance, die Dialoge des Teufels zu durchbrechen.</p><p> </p><p><em>Love, Kathrin</em></p><p> </p><p> </p>								</div>
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		<title>Gehen oder bleiben &#8211; Wenn der Stress zu groß wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2021 14:13:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durchschnittlich tragen Menschen in problematischen oder unglücklichen Beziehungen ihre Trennungsgedanken rund drei Jahre lang mit sich herum. Gehandelt wird meist erst dann, wenn der Zustand im wahrsten Sinne des Wortes untragbar geworden ist. Denn die Entscheidung, fortan getrennte Wege zu gehen, ist ebenso schwer wie ihre möglichen Folgen: Manchmal verliert ein Partner nach der Trennung [&#8230;]</p>
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									Durchschnittlich tragen Menschen in problematischen oder unglücklichen Beziehungen ihre Trennungsgedanken rund drei Jahre lang mit sich herum. Gehandelt wird meist erst dann, wenn der Zustand im wahrsten Sinne des Wortes untragbar geworden ist. Denn die Entscheidung, fortan getrennte Wege zu gehen, ist ebenso schwer wie ihre möglichen Folgen: Manchmal verliert ein Partner nach der Trennung seinen Versorger und damit seine wirtschaftliche Lebensgrundlage. Oder es stehen Umzüge, Jobwechsel oder Sorgerechtsdebatten wegen der Kinder an. Wer das nicht nur in Kauf nimmt, sondern sogar für die einzige (und darum beste) Möglichkeit hält, dessen Beziehung muss sich schon gründlich zerrüttet anfühlen.

Wer darüber nachdenkt, sich einem Eheberater oder Paarberater anzuvertrauen, sollte das idealerweise tun, so lange die Trennungsgedanken noch nicht übermächtig geworden sind. Die besten Chancen, eine Beziehung oder Ehe zu retten, hat ein Paar dann, wenn die Vorstellung einer dauerhaften Trennung sich noch deutlich wie ein Plan B anfühlt.

Wenn der Gedanke, sich zu versöhnen und wieder glücklich miteinander zu leben, für beide noch attraktiv ist, lässt er sich in den meisten Fällen auch realisieren. Das Wiederherstellen der verlorengegangenen Nähe und das „Reparieren“ einer angeschlagenen Beziehung kann viel Arbeit bedeuten, doch so lange die Partner einander noch lieben und respektieren, lohnt sich der Aufwand in jedem Fall.

In diesem Beitrag unternehme ich den Versuch, die Phasen einer Trennung und die möglichen Stressreaktionen daraus zu erläutern. Denn jedem Trennungsgedanken geht eine Reihe von Reaktionen voraus. Diese zu kennen und möglicherweise bei sich selbst zu erkennen macht es leichter, die Zusammenhänge mancher Reaktionen zu verstehen.

Wenn wir in Stress geraten, reagieren wir in der Regel sehr schnell und automatisch mit einer sogenannten Stressreaktion. Evolutionär betrachtet eine schlaue Funktion der Natur, um unser Überleben zu sichern.
<h4>Die vier Stressreaktionen- Kampf, Flucht, Einfrieren und Einschmeicheln</h4>
Kampf und Flucht sind wahrscheinlich die zwei bekanntesten Stressreaktionen (kennst Du vielleicht noch aus dem Biologie-Unterricht: Säbelzahntiger und so…). Unser Körper stellt in einer als bedrohlich wahrgenommenen Situation jede Menge Energie zur Verfügung und bereitet das System innerhalb kürzester Zeit optimal darauf vor, die Gefahr entweder abzuwehren oder davor zu fliehen.

Ist beides nicht (mehr) möglich, weil beispielsweise der Bär dir schon verdammt nah in den Nacken atmet, geht der Körper in die Erstarrung &#8211; auch Freeze oder Einfrieren genannt. Er stellt sich tot, in der Hoffnung, dass der Angreifer das Interesse verliert und/oder wir die Schmerzen zumindest nicht spüren müssen.

Pete Walker, Therapeut und Experte im Bereich Trauma, hat darüber hinaus noch eine vierte Reaktion benannt: Das Einschmeicheln.

Erlebt ein Kind wiederholt, dass die anderen drei Reaktionen nicht erfolgreich sind, es sich dadurch also nicht in Sicherheit bringen kann, sondern im Gegenteil die Gefahr vielleicht noch verstärkt wird, versucht es (unbewusst), die Person, von der die Bedrohung ausgeht, für sich zu gewinnen. Die eigenen Grenzen, Wünsche und Bedürfnisse fallen dem Überleben zum Opfer. Das Kind unterwirft sich, dient dem anderen und sorgt für dessen gute Laune. So soll (unbewusst) der eigene Wert für den anderen gesteigert und somit die Chance aufs Überleben gesichert werden. Dieses Muster ist dann auch im Erwachsenenalter häufig noch zu beobachten.
<h4>Die Folgen von Stress in deiner Beziehung</h4>
Wenn du dich in deiner Beziehung im Stress befindest und dieser über deine Maße geht, kommt es mitunter zu folgenden Verhaltensweisen, die zeigen, dass dein Gehirn und damit dein System versucht, diesem Stress einen Gegenpol zu erschaffen. Etwas, was deiner Selbstregulation dienen soll.

<strong>Kampf (Fight)</strong>

Die intrinsische Motivation liegt darin, Sicherheit durch Angriff herzustellen.

Häufige Verhaltensweisen sind dann lange Monologe, kritisieren und korrigieren des Partners und/oder der Umstände, es werden übermäßige Forderungen gestellt, es kommt zu Einschüchterungen, Stärke wird demonstriert, der Partner wird durch Sarkasmus, Zynismus erniedrigt und Wutausbrüche bis hin zu Gewalt runden das Spektrum dann ab.

<strong>Flucht (Flight)</strong>

Es wird der Versuch unternommen, sich der stressigen Situation zu entziehen.

Häufig wird dabei ein Flüchten in permanentes Denken beobachtet. Ebenso wie Gedankenspiralen kommt es gehäuft zu Geschäftigkeit und Aktionismus. Die Betroffenen &#8222;stürzen&#8220; sich in die Arbeit, auf die Kinder, haben eine Affäre oder entziehen sich der stressigen Situation durch Alkohol und Drogen.

<strong>Erstarrung (Freeze)</strong>

Der Versuch, Sicherheit durch Vermeidung bzw. Nicht-Spüren herzustellen (sich tot stellen).

Häufige Vermeidungsstrategien sind jede Form der Dissoziation (Alltagsbewusstsein wird abgespalten). Es kommt immer häufiger zu Tagträumereien und Rückzug in die eigene Fantasiewelt. Betroffene wirken apathisch und äußern sich in sofern, dass sie &#8222;nichts fühlen oder spüren&#8220;. Stundenlanges auf dem Sofa „abhängen“ wird immer wichtiger. Es folgen Depression, Starre, sozialer Rückzug, Isolation und letztlich die Unfähigkeit, Entscheidungen.

<strong>Einschmeicheln (Fawn)</strong>

Sicherheit wird versucht durch Gefallen und Unterwerfung herzustellen.

Typische Verhaltensweisen sind eine hohe Anpassung an den Partner. Die Betroffenen versuchen alles, um sich beim Partner beliebt zu machen &#8211; einschmeicheln, dienen, für gute Laune sorgen, den Entertainer spielen, „Ja“ sagen, Konflikte um jeden Preis vermeiden, nicht „zu viel“ sein wollen, eigene Wünsche und Bedürfnisse negieren sind klassische Verhaltensmuster.
<h4>Der Wunsch nach Sicherheit</h4>
All diesen Reaktionen sind in ihrem kern darauf ausgerichtet, die Sicherheit wieder herzustellen und das eigene Überleben zu sichern. Keine der genannten Reaktionen ist also per se schlecht, sondern eigentlich das Gegenteil: Sehr wichtig!

Falls du dich nun an der einen oder anderen Stelle wieder erkennst und du nun denkst, du bist ein Feigling oder ein Taugenichts oder ein Schwächling &#8211; oder sogar ein Psycho, dann empfehle ich dir, zunächst an dieser Stelle anzuerkennen, dass du mit all deinen Reaktionen versuchst, dir ein Gefühl von Sicherheit zurück zu gewinnen.

Du solltest dir an dieser Stelle mehr Mitgefühl schenken, anstatt dich dafür zu verurteilen.

Zum Problem wird es erst dann, wenn du automatisch in Verhaltensweisen fällst., die der Situation vielleicht gar nicht (mehr) angemessen sind und/oder eine der Reaktionen ist so übertreiben, dass andere oder du selbst davon Schadenträgst.

Wie immer, spielt also auch hier das Maß eine große Rolle. Es ist daher durchaus sinnvoll, sich diese häufig unbewusst ablaufenden Muster und auch deren Ursprung mal vor Augen zu führen, um immer schneller mitzubekommen, wenn du wieder in einer solchen Reaktion steckst. Du kannst dann überprüfen, ob das gerade eine angemessene und zielführende Verhaltensweise ist oder ob du vielleicht über das Ziel hinaus schießt und/oder mal ein anderes Verhalten ausprobieren möchtest. Dadurch gewinnst du Handlungsfreiheit und einen großen, schöpferischen Einfluss auf dich und dein Beziehung!

<em>Kathrin</em>								</div>
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		<title>Emotionale Abhängigkeit &#8211; Die Suche nach Liebe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 14:10:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anerkennung und Wertschätzung eines anderen zu wollen, heißt nicht automatisch, dass man emotional abhängig ist. Aufhorchen solltest du, wenn du spürst, dass du immer häufiger JA sagst, und eigentlich NEIN meinst. Aufhorchen solltest du, wenn du mehr dem Bild des Ideals deines Partners entsprechen willst, als dem Bild von dir selbst, wie du dich begreifst. [&#8230;]</p>
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									Anerkennung und Wertschätzung eines anderen zu wollen, heißt nicht automatisch, dass man emotional abhängig ist. Aufhorchen solltest du, wenn du spürst, dass du immer häufiger JA sagst, und eigentlich NEIN meinst. Aufhorchen solltest du, wenn du mehr dem Bild des Ideals deines Partners entsprechen willst, als dem Bild von dir selbst, wie du dich begreifst.
<h4>Das Dilemma, wenn der andere wichtiger wird als du selbst</h4>
Eine Beziehung, in der man aushält und zulässt, dass der andere einen schlecht behandelt &#8211; ob nun offensichtlich oder so von hinten rum &#8211; nur weil man sich im Gegenzug was vom anderen wünscht, ist keine Beziehung sondern ein &#8222;Kuhhandel&#8220;.&nbsp; &gt;&gt;<em>Ich gebe dir das und du gibst mir das</em> &lt;&lt;.

Wenn du aus Angst vor Konfrontation, Ablehnung, Verlust oder Sicherheit lieber dich und deine Meinung, mit deinen Bedürfnissen und Werten leugnest, dann weißt du im Grunde, dass es nicht wirklich passt und du aus Angst und nicht aus Liebe mit dieser Person zusammen bist.

Immer, wenn du etwas runterschluckst oder unter den Teppich kehrst, geht ein kleines Stück deiner Selbstliebe kaputt. Etwas für jemanden tun, des TUN wegen ist etwas vollkommen anderes, als etwas aus Angst vor&#8230; zu tun. Deshalb ist der erste Indikator um herauszufinden, ob du emotional frei bist, mit dieser Frage beantwortet:

&gt;&gt; <em>Tust du es <strong>FÜR</strong> den anderen, oder <strong>WEGEN</strong> des anderen.</em>&lt;&lt;

<strong>FÜR</strong> den anderen bedeutet immer, dass du dafür keinen Applaus suchst, oder eine Gegenleistung. Schon im Tun bist du glücklich. (Immer, wenn ich meinem Mann oder meinen Kindern oder meinen Freundinnen ein Geschenk mache, flippe ich schon beim Kaufen aus. Ich bin so überglücklich darüber, überhaupt Schenken zu können, dass es nur noch zweitrangig ist, ob der andere sich genau so freut wie ich. Ich bin bereits pappe satt mit Dankbarkeit des Schenken wegen, dass die Freude des Beschenkten dann &#8222;nur noch&#8220; wie ein wohlschmeckender Espresso wirkt).

FÜR bedeutet immer, du wirst dabei größer, dankbarer, erfüllter.

WEGEN bedeutet immer, du wirst dabei kleiner, ängstlicher, trauriger.
<h4>Anzeichen emotionaler Abhängigkeit</h4>
<ul>
 	<li>Die Suche eines Partners, der emotional unerreichbar ist</li>
 	<li>Das Verharren in einer Beziehung, die nur eine Illusion ist</li>
 	<li>Sich selbst schädigen, um dem Idealbild des Partners zu entsprechen</li>
 	<li>Demütigungen und Kränkungen ertragen, um den Partner nicht zu verlieren</li>
 	<li>Das selbstzerstörerische Verhalten wird ständig wiederholt</li>
 	<li>Die Herstellung einer glücklichen Beziehung/Familie wird bis zur Selbstaufgabe angestrebt</li>
 	<li>Schuldgefühle machen eine Trennung unmöglich</li>
</ul>
<h4>Verhalten bei emotionaler Abhängigkeit</h4>
<ul>
 	<li>Dein Ganzes Leben dreht sich um deinen Partner.</li>
 	<li>Du klammerst dich an ihn</li>
 	<li>Eigene Interessen (Hobbys, Freunde oder die Karriere) stellst du hinten an, ob bewusst oder unbewusst</li>
 	<li>Allein sein fühlt sich nicht gut an</li>
 	<li>Eifersucht plagt dich</li>
 	<li>Deine Beziehung erlebst du oft als anstrengend</li>
 	<li>Du brauchst sehr viel Anerkennung von deinem Partner, um dich gut zu fühlen &#8211; bleibt dies aus, stürzt du in ein Loch</li>
 	<li>Ihr streitet oft über Kleinigkeiten, dabei provozierst du deinen Partner häufig</li>
</ul>
<h4>Ursachen emotionaler Abhängigkeit</h4>
Erkennst du dich in den obigen Punkten wieder? Dann solltest du jetzt aufmerksam sein, denn emotionale Abhängigkeit ist ein ernsthaftes Problem, mit dem du nicht nur deiner Beziehung, sondern vor allem dir selbst auf Dauer schadest. Emotionale Abhängigkeit ist einer Sucht ähnlich: Man verzehrt sich nach etwas, leidet darunter und wird immer unglücklicher. Man braucht immer mehr, immer öfter und wird dennoch nie satt. Du nimmst alles, was du bekommst, Hauptsache du bekommst IRGENDWAS.

Dann stirbt mehr und mehr in dir und es ist kein Wunder, dass du jegliches Gefühl von Selbstachtung verlierst. Das wiederum macht die Schuldgefühle immer größer, denn du weißt ja im Grunde, dass du nicht ehrlich bist. Ehrlich nicht zu dir selbst, aber ehrlich auch nicht zu dem anderen.

Woher kommt nun diese Abhängigkeit, diese SehnSUCHT nach Liebe?

Eine Ursache ist ein mangelndes Selbstwertgefühl, das man mit der Beziehung und Anerkennung des Partners auszugleichen versucht. Die eigene, meist destruktive Meinung von sich selbst wird durch die Aufmerksamkeit und Zuneigung des anderen minimiert. &#8222;<em>Wenn er mich liebt, bin ich liebenswert.</em>&#8220;

Zudem haben die meisten eine große Verlustangst. Vielleicht haben sie schon einmal eine schmerzliche Trennung durchlebt oder eine geliebte Person verloren, was ihr Verhalten bis heute beeinflusst.

Eine eigene Hilflosigkeit und Versagensängste, ohne den Partner im Leben nicht zurechtzukommen, runden das Ganze ab.

Die Gründe für die Abhängigkeit liegen also weniger beim Partner, sondern oft bei einem selbst.
<h4>Was solltest du dringend tun, wenn du dich emotional von deinem Partner abhängig fühlst?</h4>
Durch die Liebe zu einem anderen Menschen können wir unser eigenes Selbstwertgefühl NICHT steigern. So viel sei schon mal gesagt. Natürlich fühlt es sich toll an, geliebt und wertgeschätzt zu werden. Doch davon abhängig zu sein, was andere über dich denken, um daran deinen Wert auszurichten, ist falsch.

DU BIST EIN GESCHENK FÜR DIE WELT.

Ein so oft zitierter Satz, der dennoch eine unglaubliche Wahrheit und Kraft beinhaltet.

Nehmen wir mal, es gibt da einen, der wollte, dass es dich gibt. Ja, genau DICH. Der an dem Tag, als dein Leben begann, einen genauen Grund für deine Existenz beschloss. Der wollte, dass es genau DICH hier auf Erden gibt. Du bist weder ein Zufall, noch ein Unfall, noch ein Reinfall. DU bist genau richtig.

Nun hast du in deinem Leben wahrscheinlich Erfahrungen gemacht, die dich an dieser Tatsache -DU bist genau richtig &#8211; zweifeln ließen. Irgendwann hast du die Verbindung zu dir verloren. Zu diesem Kern, dieser Quelle deiner Selbstliebe. Du hast einfach nicht mehr den Weg dahin gefunden und bist stattdessen auf den vielen anderen Wegen gelandet, die dich alle zwar irgendwohin, aber nie an deinen Kern &#8211; die Liebe in dir selbst &#8211; führten.

<em>&#8222;Und nun?&#8220;</em> fragst du dich. &#8222;<em>Was mache ich denn nun, wenn ich weiß, dass ich mich emotional von meinem Partner abhängig fühle?&#8220;</em>

<strong>Sei stolz auf deine Stärken und schenke deinen Schwächen keine Bedeutung</strong>

<strong>Arbeite an deinen Stärken</strong>. Frage Menschen, die dir gut gesonnen sind &#8211; die wollen, dass du große denkst über dich. Frage sie: Was schätzen sie sehr an dir? Was kannst du ihrer Meinung nach besonders gut? Du wirst überraschende Antworten bekommen. Die Antworten werden dir ein besseres Gefühl geben und du weißt, auf was du dich in Zukunft konzentrieren sollst.

<strong>Erlange wieder mehr Selbständigkeit</strong>
Selbständigkeit spielt eine elementare Rolle, wie du emotionale Abhängigkeit lösen kannst. Wenn du selbständig Entscheidungen triffst, wirst du dich auch nicht mehr auf eine negative Art von deinem Partner abhängig machen. Aber bitte &#8211; treffe Entscheidungen. Denn wenn du keine Entscheidungen triffst, trifft die jemand anderes für dich. Du bist dann raus.

<strong>Gehe wieder mehr deinen Hobbys und deiner eigenen Karriere nach</strong>
Du hast wegen deiner Beziehung deine Hobbys oder deine Karriere vernachlässigt? Dann ändere sofort etwas und fang wieder mit Dingen an, die dir Spaß bereiten oder dich im Leben voran bringen! Du brauchst dringend DEIN befriedigendes Projekt. Wolltest du immer schon mal italienisch lernen (das ist zB mein neuestes Projekt), oder kochen wie Jamie Oliver? Oder bist du in deinem Job unglücklich und träumst du von einem eigenen Business? Was es auch ist. Suche dir eine sinngebende Beschäftigung.

Das Wichtigste dabei: Tu es ohne deinen Partner! Tu es nur für dich allein! Schließlich brauchst DU den Auftrieb und nicht dein Partner. Es ist ein weiterer großer Schritt, wie du die emotionale Abhängigkeit lösen kannst.

<strong>Achte auf deine eigenen Bedürfnisse</strong>
Emotional abhängige Menschen stellen ihre Bedürfnisse hinten an. Achten nicht mehr auf das, was sie wollen und brauchen. Das musst du sofort abstellen und ändern!

Heute Abend schon lässt du dir ein warmes Bad ein, mit einem guten pflegenden Badezusatz ( <strong><a href="https://www.weleda.de/produkt/c/citrus-erfrischungsbad#showSlider" target="_blank" rel="noopener">diesen hier von Weleda finde ich MEGA)</a></strong> und gehst in Gedanken noch einmal alle Punkte durch, die du jetzt hier liest. Schenke dir einen Wein ein, mache dir deine liebste Musik an, zünde dir Kerzen an &#8230; und genieße mal richtig DICH.

Wenn du, wie bereits oben genannt, deinen Interessen und Hobbys nachgehst, bist du bereits auf dem besten Weg, deine Bedürfnisse wieder zu stillen.

Schreibe dir am besten eine Liste, mit allen Dingen, die in letzter Zeit zu kurz gekommen sind, die du aber unbedingt wieder machen willst! Nur du selbst kannst wissen, was du für dich und dein Wohlbefinden brauchst!

<strong>Hol dir Hilfe</strong>
Aus der emotionalen Abhängigkeit alleine raus zu kommen ist schwierig. Eigentlich unmöglich. Du wirst viel verarbeiten müssen und da gehört auch Reden dazu. Nicht ein bisschen, sondern sehr viel. Familie, Freunde alle ganz wichtig. Dennoch denke ich, dir geht es da wie vielen anderen auch. Sie haben bereits Stunden mit Freunden und Familie verbracht, alles mögliche beredet &#8211; und am Ende hat es nicht wirklich was gebracht.

Du brauchst professionelle Hilfe. Jemanden, der weiß, wie du dich fühlst. Der die Hintergründe begreift und dich mit einem Plan an der Hand, durch deinen Prozess begleitet.

Die Zeit, in der du alles in dich reingefressen hast, ist ab heute endgültig vorbei. Ab jetzt hast du wieder das Ruder in der Hand. Und &#8211; und das ist das Beste!

Denn den Schlüssel für ein wahrhaft erfülltes Leben den trägst du schon immer in dir! Du musst ihn nur wiederfinden!

<strong>Bereit?</strong>

Dann los. Befreie dich von deiner Abhängigkeit und werde endlich frei!

&nbsp;

<em>Kathrin</em>								</div>
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		<title>Trennung &#8211; Bevor du gehst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2021 13:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ja eigenartig: Etwa jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden – mit noch immer leicht steigender Tendenz. Da könnte man doch meinen: Dieses Auseinandergehen fällt heutzutage den Menschen immer leichter. In gewisser Weise stimmt das auch: Scheidungen sind nicht mehr gesellschaftlich so tabuisiert wie früher, auch eine religiöse Einstellung hindert die meisten nicht [&#8230;]</p>
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									Es ist ja eigenartig: Etwa jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden – mit noch immer leicht steigender Tendenz. Da könnte man doch meinen: Dieses Auseinandergehen fällt heutzutage den Menschen immer leichter. In gewisser Weise stimmt das auch: Scheidungen sind nicht mehr gesellschaftlich so tabuisiert wie früher, auch eine religiöse Einstellung hindert die meisten nicht mehr daran, sie zu vollziehen. Frauen sind auch ohne Mann »überlebensfähig« und brauchen zum Überleben nicht mehr unbedingt einen »Ernährer« für sich und die Familie. Das deshalb gewachsene Selbstvertrauen der Frauen zeigt sich auch darin, dass die Zahl derer, von denen die Initiative zur Trennung ausgeht, gegenüber früher sehr stark angestiegen ist.

Geht man also heutzutage tatsächlich viel schneller und leichter auseinander als früher?
So mag es auf den ersten Blick erscheinen. Und es kommt noch dazu, dass in der heutigen Zeit für den Zusammenhalt einer Beziehung eines immer wichtiger wird: Die von beiden erlebte lebendige erotische Liebe zwischen den Partnern. Wenn die verloren geht, tauchen »Trennung« und »Abbruch« als Möglichkeit sehr schnell am Horizont beider Partner auf.

»Leichter« stimmt nur äußerlich, weil die äußeren Barrieren für Trennung – Weltanschauung, soziale Sanktionen, wirtschaftliche Notwendigkeiten – kaum noch eine Rolle spielen. Emotional gibt es dagegen gerade heutzutage nur Weniges im Leben, das die Partner so umtreibt und mindestens einen der beiden so schmerzhaft trifft, wie eine Trennung vom Lebenspartner.
<h4>Bevor du gehst</h4>
Wenn ein Mensch sich innerhalb einer Beziehung immer öfter mit Trennungsgedanken &#8222;quält&#8220;, liegt das meiner Erfahrung nach an Grundbedürfnissen, die verletzt sind: das Grundbedürfnis nach sicherer Bindung und das Grundbedürfnis nach Eigenständigkeit.

Lass uns also mal schauen woran es liegt, dass du jetzt gerade diesen Beitrag liest.

In seinem Buch: &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Trennungsschmerz-Neubeginn-Abbr%C3%BCchen-Aufbr%C3%BCche-spektrum/dp/3451032015/ref=sr_1_1?adgrpid=71549126539&amp;dchild=1&amp;gclid=CjwKCAiA9vOABhBfEiwATCi7GLdZE8L2XaYR6S41zIi2wdhjZUw_E5u1LfJQE9Vcs04A-pWuHGMy2RoCH3MQAvD_BwE&amp;hvadid=353056299991&amp;hvdev=c&amp;hvlocphy=9044708&amp;hvnetw=g&amp;hvqmt=e&amp;hvrand=8593475587698734820&amp;hvtargid=kwd-312183470585&amp;hydadcr=5938_1747185&amp;keywords=trennungsschmerz+und+neubeginn&amp;qid=1612524142&amp;sr=8-1&amp;tag=googhydr08-21" target="_blank" rel="noopener"><em>Trennungsschmerz und Neubeginn</em></a>&#8220; beschreibt Hans Jellouschek diese zwei Grundbedürfnisse folgendermaßen:
<h5>Grundbedürfnis nach sicherer Bindung</h5>
&#8222;<em><span class="text20">Wir wissen heute aus der Säuglingsforschung, dass kleine Kinder zu einem guten Aufwachsen, ja sogar zum Überleben, eine »sichere Bindung« brauchen. Als Erwachsene brauchen wir diese nicht mehr, um</span>&nbsp;<span class="text34">über</span><span class="text20">leben zu können, aber wir brauchen und suchen sie weiter </span><span class="text34">für ein »gutes« und »glückliches« Leben</span><span class="text20">. Wir sind nicht mehr so hilflos ohne sie wie als kleine Kinder, wir suchen sie aber trotzdem – weil wir uns irgendwo aufgehoben und zu Hause fühlen wollen, nicht mehr bei den Eltern, aber bei einem zweiten Erwachsenen, bei einem Mann, einer Frau, die wir lieben und die uns liebt. Darum liegt – wie einschlägige Untersuchungen in letzter Zeit gezeigt haben – im Eingehen jeder Ehe die Sehnsucht danach und der Wille dazu, sie möge »von Dauer« sein.</span></em>
<h5 data-page-number="30">Grundbedürfnis nach Eigenständigkeit</h5>
<div data-page-number="30">&#8222;<em>»Eigenständigkeit«, Autonomie, meint ja nicht, jedenfalls nicht in erster Linie, »allein sein wollen«, es bedeutet vielmehr, dass der Erwachsene sich außer in »sicherer Bindung« auch noch »autonom« erleben will. »Eigenständigkeit« bedeutet aber sehr zentral auch, »ein eigenes Lebenskonzept haben«, eines, das meiner autonomen Entscheidung entspricht, das ich ganz persönlich »will«.</em></div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Wenn du dich immer wieder bei dem Gedanken an eine Trennung ertappst prüfe, welches dieser Grundbedürfnisse wurde in der Vergangenheit in deiner Beziehung nicht beantwortet. Was fand nicht genug Raum? Fühltest du dich sicher und geborgen und / oder konntest du sein oder werden, wer, was und wie du dich begreifst?</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Bevor du den Schritt einer Trennung vollziehst, gibt es eine Sache, die ich dir mitteilen möchte. Ziehe dies mit ins Kalkül, denn es hat sich in meiner Arbeit mit Paaren gezeigt, dass es gut ist, sich damit auseinanderzusetzen, <strong>bevor</strong> eine endgültige Entscheidung dies für immer unmöglich macht.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<h5 data-page-number="30">Für eine vorgeschlagene Zeit eine entscheidungsfreie Zone einrichten</h5>
<div data-page-number="30">Damit du dir ganz sicher bist, dass du deine Entscheidung zur Trennung hinterher nicht bereust, hat sich folgendes Vorgehen in meiner Arbeit mit Paaren bewährt:</div>
<div data-page-number="30">Zunächst hat das Paar vereinbart, sich innerhalb einer vorgeschlagenen Zeit, sich weder endgültig <strong><em>für</em> </strong>noch endgültig <strong><em>gegen</em></strong> die Beziehung zu entscheiden. Trennen oder Bleiben werden also für eine bestimmte Zeit als Lösungsidee ausgesetzt. Damit entfernt man das Damoklesschwert, welches einer endgültigen Entscheidung gleichkäme. Diese über dem Paar schwebende Angst, es könne endgültig zu Ende sein oder gar so weiterlaufen wie bisher, bedroht und erschwert Entwicklungsschritte. Endgültige Entscheidungen in beide Richtungen werden mit dieser Vereinbarung außer Kraft gesetzt. Endgültig zusammenbleiben oder sich endgültig trennen soll zunächst nicht mehr Thema sein, nicht diskutiert werden.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Ich sage dann meist :&#8220;<em>Trennen können Sie sich ja immer noch. Diese Lösung läuft Ihnen ja nicht davon. Bis dahin können Sie die Zeit nutzen, und hier &#8211; also in der Beratung &#8211; was Neues ausprobieren. Was meinen Sie?&#8220;</em></div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Diesen Druck zu reduzieren ist wichtig, um das Stresslevel zu senken. Das ist vor allem für den Partner wichtig, der eher &#8222;auf dem Sprung&#8220; ist &#8211; denn er befürchtet ja, alles bleibt beim Alten und keine Veränderung setzt sich in Gang. Eine andere Bedrohung stellt die mögliche endgültige Trennung dar, sobald der Kontakt wieder krisenhafter wird.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Solange der Druck einer endgültigen Entscheidung auf euch als Paar lastet, gibt es keine förderlichen Bedingungen für eine anstehende Entwicklung. Damit der Raum einen sicheren Boden bietet, in welchem ihr als Paar euch anders begegnet als bisher, wo ihr neue Sichtweisen erwerben und in alternatives Handeln verwandeln könnt, ist diese Absicherung über einen entscheidungsfreien Zeitraum unabdingbar.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Wenn du also bisher dich gewundert hast, warum keine Veränderung stattfand&nbsp; ziehe diese Überlegung mit in Betracht &#8211; vielleicht lag einfach zu viel Druck auf dem anderen. Wer liegt schon gerne unter einem Damoklesschwert?</div>
<div data-page-number="30"></div>
<h5 data-page-number="30">Wenn du einen Wasserschaden hast &#8211; wen fragst du dann um Hilfe?</h5>
<div data-page-number="30">In Zeiten von Youtube kann jeder sich heute die Infos holen, die er braucht. Da wird unter Anleitung gebacken, gekocht, geschraubt und geschminkt. Doch eins bleibt dabei unverändert &#8211; DU MUSST DAS ALLES SELBER MACHEN. Keine Sally kommt zu dir und backt dir eine Motivtorte. Kein Jamie Oliver zaubert dir ein 3 Gänge Menü. Du musst selbst ran den Herd.</div>
<div data-page-number="30">Wenn du nun in all dem schon ganz gut bist &#8211; prima. Doch selbst wenn du die ein oder andere Motivtorte hinbekommst &#8211; irgendwann fehlt dann doch dies oder jenes Werkzeug, oder die Erfahrung, oder schlichtweg das Wissen.</div>
<div data-page-number="30">Deshalb ruft man immer noch gerne Handwerker, oder lässt einen Profi ans Werk. Weil der das einfach besser weiß und kann.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">So ist das auch in deiner Beziehung.</div>
<div data-page-number="30">Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich schon mit allerlei Ratgebern ausgestattet hast. Du liest Beiträge wie diesen (hast du schon meinen Blog abonniert?) und redest bestimmt auch gern mit deinen Freundinnen darüber. Doch irgendwie will sich einfach nichts ändern. Die Gespräche mit deinem Partner drehen sich im Kreis, ihr kommt immer wieder an die selbe Stelle und irgendwann widmet sich jeder anderen Themen, weil es einfach nur noch nervig und anstrengend ist. Doch geklärt, geschweige gebessert hat sich nichts.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Soll ich dir sagen, warum?</div>
<div data-page-number="30">Weil ihr immer aus dem selben Blickwinkel drauf schaut. Könnt ihr gar nicht anders. Denn jedem von euch ist es nur möglich, aus seiner eigenen Sicht die Dinge zu betrachten. Jeder von euch hat einen blinden Fleck (den hat übrigens JEDER) der es unmöglich macht, einen gewissen Teil der eigenen Anteile zu erkennen. Weiter schaut jeder aus seiner eigenen Herkunftsprägung auf die Umstände. So ist eine gut gemeinte Absicht noch lange nicht in ihrer Wirkung gut. Du bringst deiner Frau rote Rosen mit und weißt vielleicht nicht, dass sie dann immer ROT sieht (weil ihr Vater immer der Mutter Blumen mitbrachte, wenn er fremd ging). All diese Muster und Prägungen aus der Vergangenheit wirken in die Gegenwart und verhindern eine Zukunft, die auf euren Werten&nbsp; und Bedürfnissen beruht.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Was kannst du nun machen um deine Beziehung zu retten &#8211; und ich gehe davon aus, dass du das willst. Wenn nicht, wünsche ich dir von Herzen alles Liebe. Für dich sind die folgenden Zeilen dann nichts.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<h5 data-page-number="30">Okay. Du willst also deine Beziehung retten? Prima.</h5>
<div data-page-number="30">Bist du bereit wirklich hinzusehen? Denn du weißt &#8211; es gehören immer zwei dazu. Auch für den Mist, der nicht so gut läuft. Wenn du bereit bist, dann suche dir schnellstmöglich einen Profi, der euch unterstützt. Schaut, wer für euch beide passt.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Falls das zufälligerweise ich sein könnte &#8211; hier mein Angebot an euch:</div>
<div data-page-number="30">Ich schaue mit euch zusammen erst mal auf euren IST- Zustand. Dann klären wir, wohin eure Reise gehen soll. Also wo seht ihr euch nach der Beratung? Wir gehen noch mal eure Paargeschichte durch, klären, in welchem Lebenszyklusabschnitt ihr euch gerade befindet, schauen mal wie es mit der Sexualität so läuft, und wo vielleicht Verletzungen aus der Vergangenheit in eure Beziehung wirken. Wir prüfen, ob noch Ressourcen für eure Beziehung vorhanden sind und wenn ja, welche. Und am Ende werdet ihr bestimmen, ob der gemeinsame Weg weiter geht oder beendet wird. Die Garantie auf Gelingen kann ich euch nicht geben, aber was ich euch verspreche ist, dass ihr sehr viel klarer in die eine, wie in die andere Richtung gehen werdet.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Was bleibt für euch zu tun?</div>
<div data-page-number="30">Meldet euch bei mir! Dann schauen wir weiter.</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30">Ich freue mich auf euch!</div>
<div data-page-number="30">Kathrin</div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30"></div>
<div data-page-number="30"></div>
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<div data-page-number="30"></div>
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					</div>
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		<title>Fremdgehen &#8211; Vom Wert der Treue</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Geef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2021 17:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdgehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Untreue]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Blogbeitrag ist der 4. Teil der mehrteiligen Serie SPIELREGELN – DAMIT PARTNERSCHAFT GELINGT, in der ich den Versuch starte, die am meisten vorkommenden Probleme, die mir in der Arbeit mit Paaren begegnen, aufzuzeigen und Hintergründe dazu zu geben, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können. . Inhaltsverzeichnis: &#8222;Warum bist du nicht wie ich dich brauche&#8220; [&#8230;]</p>
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									<p>Dieser Blogbeitrag ist der 4. Teil der mehrteiligen Serie <strong>SPIELREGELN – DAMIT PARTNERSCHAFT GELINGT</strong>, in der ich den Versuch starte, die am meisten vorkommenden Probleme, die mir in der Arbeit mit Paaren begegnen, aufzuzeigen und Hintergründe dazu zu geben, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können.</p><p>. Inhaltsverzeichnis:</p><ol><li>&#8222;Warum bist du nicht wie ich dich brauche&#8220; &#8211; Veränderungswünsche an den Partner</li><li>So wie du mir, so ich dir &#8211; Wie Macht die Liebe zerstört</li><li>Wenn die sexuelle Lust erlischt &#8211; Zu viel Nähe</li><li>Wenn einer fremdgegangen ist &#8211; Vom Wert der Treue</li></ol><p>Bist du bereit? Dann mach es dir bequem und lies das 4. Kapitel.</p><h4>Wenn einer fremdgegangen ist &#8211; Vom Wert der Treue</h4><p>Glaubt man den Statistiken, so betrügen rund 50 % der verheirateten Männer und Frauen mindestens einmal im Laufe der Ehe ihren Partner. Weil Fremdgehen nach wie vor dennoch ein tabuisierter Bereich ist, wird in den meisten Ehen in diesem Punkt geflunkert und gelogen, was das Zeug hält. Wenn es dann herauskommt, kommt es zu den schlimmsten Tragödien angefangen vom Nervenzusammenbruch, über Handgreiflichkeiten bis zu überstürzten Trennungen.</p><p>Ich möchte darum versuchen, dieses Thema offen und zugleich neutral anzusehen. Wir können nicht weiter so tun, als wäre das Thema nicht präsent &#8211; bei diesen hohen Zahlen. Deshalb ist es dringender denn ja, dass wir offen darüber sprechen.</p><p><strong>Was fehlt in der Ehebeziehung?</strong></p><p>Selten hat eine Außenbeziehung nichts mit der Ehe &#8211; Beziehung zu tun. Außenbeziehungen &#8222;passieren&#8220; nicht einfach so &#8211; auch wenn manch ein Betroffener nach einer &#8222;schnellen Nummer&#8220; auf dem Rücksitz eines Autos sagt: &#8222;Es kam so über mich&#8220;.</p><p>Nicht selten beobachte ich in meiner Praxis folgendes Phänomen: entweder die beiden haben viel Geborgenheit und Sicherheit miteinander, aber wenig Erregung und Abenteuer, oder der eine dominiert, der andere ist ständig unterlegen, oder der eine gibt viel mehr in die Beziehung hinein, als der andere.</p><p>Oft ist es dann so, dass der &#8222;Untreue&#8220; sich &#8222;draussen&#8220; das holt, was er &#8222;drinnen&#8220; nicht bekommt.</p><p>Daher ist es wichtig zu erkennen, dass eine Außenbeziehung nicht zwangsläufig ein schreckliches Unglück, und vor allem nicht das Ende der Ehebeziehung ist. Wenn man keine hektischen Schnellschuss-Entscheidungen trifft, sondern den Mut aufbringt, eine zeitlang auszuhalten und gemeinsam hinzuschauen (zum Bsp.in deiner Paarberatung), kann die Außenbeziehung zum Anlaß einer tiefergreifenden gemeinsamen Erneuerung der Beziehung werden.</p><p>Ich habe das so oft erlebt. So schwer es war und so viel es durcheinander gewirbelt hat, im Endeffekt war die Außenbeziehung ein Segen, weil sie ein erstarrtes Ehegehäuse aufgebrochen, frischen Wind und neues Leben hineingebracht hat.</p><p>Nun mag manch Leser vielleicht den Eindruck haben, ich bin ein Befürworter von Außenbeziehungen. Dann antworte ich gern im Sinne meiner Mentorin Esther Perel: &#8222;Ich rate Ihnen genau so wenig zu einer Außenbeziehung, wie ich Ihnen raten würde, an Krabs zu erkranken&#8220;.</p><p>Auch eine solche Erkrankung kann in der Nachsicht durchaus als Stimulanz zur Lebensveränderung verstanden werden.</p><p>Diese Wirkung kann sie nur haben, wenn man darauf verzichtet, dass &#8222;Fremdgehen&#8220; einseitig als moralisch zu verurteilen und den schwarzen Peter dem Untreuen zuzuschieben. Damit vergibt man eine große gemeinsame Chance.</p><p>Eine längerfristige Außenbeziehung sollte man immer sehr ernst nehmen und sich wirklich so lange damit auseinandersetzen, bis eine eindeutige Entscheidung für oder gegen die Ehe fällt. Sonst schlittert man in ein Doppelleben, in Unehrlichkeiten oder dauernde Verletzungen hinein, die mindestens für einen im Beziehungsdreieck, wenn nicht für alle drei, die Situation zur Hölle machen. Einen derart unwürdigen Zustand darf man nicht akzeptieren, wenn man sich selber etwas wert ist.</p><p><em>Kathrin</em></p>								</div>
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